Geometisierte Ketten

Das Geometisieren® der Ketten stellt ein neuartiges patentiertes Verfahren dar, um auf das Metall einen Korrosionsschutz aufzubringen. Dazu werden die gereinigten Metallteile in ein Tauchbad mit der Geometdispersion - welche Zink- und Aluminiumbestandteile enthält- gegeben, die dann im nächsten Schritt eingebrannt wird. 

Durch das Beschichten ergeben sich folgende Eigenschaften:

  1. Korrosionsschutz
  2. Lösemittelbeständigkeit
  3. Schutz vor Wasserstoffversprödung
  4. keine Reduzierung der Bruchlast 

Damit sind geometisierte Ketten hervorragend geeignet für die Verwendung mit aggressiven Medien, wie Salz, Benzin, Lösungsmittel usw.

Wartung und Schmierung von Flyerketten

Die regelmäßige Wartung und Schmierung einer Rollenkette oder einer Flyerkette hat maßgeblichen Einfluss auf die Lebensdauer derselben. Im günstigsten Fall läßt sich die Lebensdauer im Gegensatz zum Trockenlauf um das bis zu 60-fache Verlängern!

Entscheidend ist die Verwendung eines geeigneten Schmiermittels. Leider sind viele am Markt vertriebene Schmierstoffe nicht, oder nur bedingt geeignet um eine Rollen- oder Flyerkette wirksam zu schmieren.
Häufig ist der Schmierstoff zu zäh und kann nicht in die Gelenkflächen vordringen. Folge ist quasi ein Trockenlaufen der Kettengelenke mit einer erheblichen Verkürzung der Lebensdauer.

Wir liefern einen Hochleistungschmierstoff in 400ml Sprühdosen, bitte fragen Sie an um ein persönliches Angebot zu erhalten.


Preisanfrage Kettenspray

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Spezialketten

Galvanischer Korrosionsschutz

Für den praktischen Einsatz haben sich bei Rollen- und Flyerketten folgende galvanisch aufgebaute Schutzschichten bewährt:

  • Zinküberzüge

  • Kadmiumüberzüge

  • Chromüberzüge

  • Nickelüberzüge

  • Kupferüberzüge

 

Zinküberzüge haben die weiteste Verbreitung gefunden, denn sie verbinden guten Korrosionsschutz mit gerin­gem finanziellem Aufwand. Im Regelfall erfolgt nach dem galvanischen Behandlungsprozess, bei dem Zink oder Kadmium auf den Oberflächen in einem elektrolytischen Verfahren aufgebracht wurden, noch eine Chromatierungsbehandlung. Hierdurch erhöht sich nicht nur die Schutzwirkung des Zink- bzw. Kadmiumüberzuges sondern die Oberfläche erhält ein optisch attraktives Aussehen. Einzelheiten können der DIN 50941 und 50961 entnommen werden.

Das Kapitel "Galvanische Oberflächenbehandlung" sollte nicht abgeschlossen werden ohne das Thema der Wasserstoffversprödung zu erwähnen. Bekanntlich nehmen alle hochvergüteten Materialien begierig freien Wasserstoff (chem. Zeichen "H") aus der Atmosphäre auf. Dies führt zur Zerstörung des Molekularverbundes des Werkstoffes. Werden Kettenteile, die aus vergütetem, durchgehärtem Material hergestellt sind, freiem Wasserstoff (H) ausgesetzt, so erfahren sie die sogenannte "Wasserstoffversprödung". Freier Wasserstoff ent­steht bei jeder galvanischen Behandlung (Elektrolyseprozeß). Grundsätzlich können alle Teile einer Kette wie Bolzen, Buchse, Rolle und Laschen aus vergütetem Material hergestellt werden. Sie alle sind prinzipiell "was­serstoffgefährdet':

In der Praxis jedoch liegt die größte Gefährdung bei den Kettenlaschen. Diese besondere Empfindlichkeit der Kettenlaschen beruht auf folgende Ursachen:

- Relativ geringe Wanddicke bei gleichzeitig großer Oberfläche. Dies ermöglicht intensives und rasches Eindringen des freien Wasserstoffes.

- Kettenlaschen haben im montierten Zustand innerhalb der Kette eine hohe Eigenspannung (Vorspannung) durch die Preßsitzverbindung mit den Kettenbolzen bzw. Kettenbuchsen.

- Im praktischen Einsatz erfahren sie weitere hohe Zugspannungen durch die Übertragung der eingeleiteten Zugkräfte.

Sprödbrüche bei Kettenlaschen, die durch den Einfluß von freiem Wasserstoff entstehen, treten in der Regel nicht im Bereich der Laschenköpfe auf, sondern verlaufen längs und quer durch die Kettenlasche in beliebiger Form. Sie treten aber nicht nur während des Betriebes durch die erwähnten Spannungen auf, sondern auch schon im nicht montierten Zustand.

Um eine Wasserstoffversprödung zu vermeiden sind besondere Maßnahmen - vor und nach dem galvanischen Prozess - erforderlich. Die Vergütung der Kettenlaschen muß auf einen moderaten Wert zurückgenommen wer­den und außerdem werden die behandelten Teile einem Warmbehandlungsverfahren unterworfen. Galvanisch behandelte Ketten besitzen eine um ca. 15-20% niedrigeren Bruchkraft. Sie weisen jedoch im Rahmen ihrer zulässigen Belastbarkeit die gleiche Betriebssicherheit bzw. Zuverlässigkeit auf.

 

Chemische Oberflächenbehandlung
Bei der chemischen Oberflächen behandlung handelt es sich um ein Verfahren wie wir es vom galvanischen Prozess her kennen. Die erforderliche Reduktion erfolgt hier jedoch durch zugesetzte Reduktionsmittel wie Natrium-Boronat oder Natrium-Hypophoshit. Eine Gefährdung durch freie Wasserstoffatome ist hier nicht gegeben. Üblicherweise wird dieses Verfahren eingesetzt wenn die Oberflächen vernickelt werden sollen. Eine Reduzierung der Bruchkraft ist hier nicht gegeben.

 

Mechanische Oberflächenbeschichtung
Bei diesem Verfahren werden die chemisch vorbehandelten Kettenteile in einer Trommel, die neben dem aufzu­plattierenden Korrosionsschutzmaterial noch Füllstoffe enthält, behandelt. Es erfolgt unter mechanischem Druck eine Verbindung zwischen den Kettenteilen und dem aufzuplattierenden Material. Die Beschichtung kann in jeder Schichtdicke erzeugt werden. Eine Bruchkraftreduzierung ist hier nicht gegeben

 

Sonderbeschichtung- Tenifer®
Das Salzbadnitrocarburieren ist als Tenifer-Verfahren bekannt. Hierdurch wird nicht nur der Korrosionsschutz verbessert, sondern es erhöht beim Einsatz an Kettenbolzen und Hülsen auch die Verschleißfestigkeit. Die Behandlungstemperatur von ca. 6000 C bedingt jedoch, dass bereits warmbehandelte Kettenteile eine Reduktion von Härte und Festigkeit erfahren. Die Folge ist eine geringere zulässige Belastbarkeit der Kette

 Die Dacromet-Beschichtung
Die Dacromet-Beschichtung von Rollenketten und Flyerketten gewährleistet einen hervorragenden Korrosionsschutz. Die aus Zink- und Aluminiumlamellen bestehende Schutzschicht bietet einen generell guten Oberflächenschutz. Dies wird durch den Salzsprühtest nach DIN 50021, ASTM 13-117 dokumentiert. Bei einer Schichtstärke von 10 f.l ist eine Schutzzeit von 500 Stunden erreicht worden.

Die Vorteile dieser Behandlung sind:

  • Besondere Schutzwirkung bei salzhaitiger Athmoshpäre

  • Selbstheilung bei Verletzung der Schutzschicht durch das Vermögen der "Selbstaufopferung" der Zinklamellen

  • Barriere- Schutzwirkung durch die überlappenden Zink- und Aluminiumlamellen

  • Erhöhte Schutzwirkung durch Passivierung

  • Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln

  • Keine Gefahr der Wasserstoffversprödung, da eine galvanische Behandlung entfällt

  • Die Dacromet-Beschichtung ist daher besonders umweltfreundlich.

 

Standardrollenketten bzw. Flyerketten mit Kettenbolzen aus nichtrostendem Stahl
Haben Ketten längere Stillstandszeiten ohne ausreichenden Korrosionsschutz, z.B. bei Land- und Forstmaschinen, so kann der Einsatz von Kettenbolzen aus nichtrostendem Stahl sinnvoll sein. Sie verhindern das Festrosten der Kettengelenke.

 

Ketten mit Kunststoffgleitlagern
Auch Kunststoffgleitlager verhindern zuverlässig ein Festrosten der Kettengelenke bei langen Stillstandszeiten. Festzustellen ist, dass in beiden Fällen die zulässige Belastbarkeit geringer ist.


Flyerketten mit Kunststoffausstattung
Einige Gabelstaplerhersteller setzen spezielle Flyerketten mit Kunststoffanbauteilen ein. Diese Anbauteile dienen einerseits zum Schutz der empfindlichen Kolbenstange eines unter der Kette liegenden hydraulischen Hubzylinders, und zum anderen als Führung für Hydraulikschläuche. Diese Ketten werden zum Beispiel von von den Gabelstaplerherstellern Linde, Still, Jungheinrich und Toyota eingesetzt.

Rollenketten / Antriebsketten

Die Bedeutung der Rollenkette
Durch die vielseitige Verwendbarkeit hat die Rollenkette Einzug in fast alle Industriezweige gefunden. Viele antriebstechnische und kinematische Aufgaben lassen sich nur durch den Rollenketteneinsatz sinnvoll lösen. Sie hat von allen Ketten die größte Marktbedeutung erlangt.

 Verwendungszweck
Die Rollenkette wird als Antriebselement aber auch als "Zugelement" eingesetzt. Auch findet sie als "Zahnstange" (Triebstock) Verwendung. Förderaufgaben können mit Rollenketten ebenso in vielfältiger Weise gelöst werden.

Formschlüssigkeit
Die Formschlüssigkeit wird durch den Eingriff der Kettenradzähne in die Glieder der Kette erreicht. Die Besonderheit der Formschlüssigkeit bringt der Rollenkette - gegenüber dem Riemen- bzw. Keilriemenantrieb ­erhebliche Vorteile. Die Rollenkette kann aufgrund dieser technischen Eigenschaft nicht nur sehr hohe Drehmomente bei niedriger Drehzahl übertragen, sie bietet auch die Möglichkeit, kinematische Aufgaben zu übernehmen. Sie ist ein bewährtes Antriebselement für Steuerungen, so z.B. in vielen Otto- und Dieselmotoren. Hier treibt sie nicht nur die Nockenwellen sondern auch andere Aggregate an. Die Formschlüssigkeit des Rollenkettenantriebes garantiert eine vollkommene Schlupffreiheit zwischen treibenden und getriebenen Rädern.

Hülltrieb
Der Kettentrieb - bestehend aus Rollenkette und Kettenrädern - gehört zu den Hülltrieben, wie auch der Riemen-, Keilriemen- und der Zahnriemenantrieb, da auch er die Kettenräder - zumindest teilweise - umhüllt.

Zugelement
In Gabelstaplern und bei vielen anderen Hubgeräten sowie bei der Lösung kinematischer Aufgaben wird die Rollenkette auch als Hub- bzw. als Zugelement eingesetzt.

 

Vorteile der Rollenkette

Der Einsatz von Rollenketten bietet folgende Vorteile gegenüber anderen Hülltrieben:

  • Günstiger Wirkungsgrad von ca. 99 0/0

  • Übertragung hoher Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen

  • Formschlüssige Übertragung der Momente

  • Kein Schlupf

  • Übertragungselemente werden geschont, da Rollenketten eine elastische Dämpfung evtl. Antriebsstöße ermöglichen

  • geeignet für kurze und lange Achsabstände

  • Übertragung von Antriebsleistungen bis 2000 kW

  • Fähigkeit, Drehzahlen bis zu 8.000 min- zu übertragen

  • Rollenketten bieten die Möglichkeit Steuerungsaufgaben zu erfüllen, da stets ein festes Ubersetzungsver­hältnis - ohne Schlupf - gegeben ist. Geeignet auch für die Steuerung von Nockenwelle sowie kinematischer Funktionen in KFZ-Motoren, Steuerung von verketteten Abläufen möglich. Einfache konstruktive Anpassungsmöglichkeiten, durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses, der Achsabstände, der Drehrichtung sowie der Hinzunahme weiterer Abtriebsstationen. Kettentriebe benötigen keine vorgespannten Trumme, daher entsteht keine unnötige Lagerbelastung und somit Einbau kleinerer Lager möglich. Durch Ausschaltung von Vorspannkräften ist auch die Anwendung fliegend gelagerter Wellen möglich.

  • Einfache Kettenmontage

  • Geringer Wartungsaufwand

  • Robuster Betrieb

  • Kostenersparnis, da keine hohen Genauigkeiten bei Achsabständen erforderlich sind

  • Kettentriebe benötigen weniger Bauraum als Riementriebe. Sie sind unempfindlich gegen Drehmomentspitzen und Stoßbelastungen. Es können von einem Antrieb aus viele Stationen mit nur einer Kette angetrieben werden - auch in gegen läufiger Dreh richtung Ketten können beliebig gekürzt und verlängert werden. Vereinfachte Lagerhaltung und überragende konstruktive Freiheiten, da von jeder Kettengröße unbegrenzt viele unterschiedlich lange Antriebsketten hergestellt werden können und nicht wie bei Endlosriemen jedem Antrieb, entsprechend Achsabstand und Raddurchmesser, eine bestimmte Riemengröße (Länge) zugegeordnet werden muß. Im praktischen Einsatz ist jederzeit eine Änderung der Kettenlänge möglich. Die Kombination von einer Änderung der Zähnezahlen mit (oder ohne) Anpassung der Kettenlänge ermöglicht relativ einfach eine Korrektur der Abtriebsdrehzahl.

  • Keine Brandgefahr durch Heißläufer.

Ersatzteile für Gabelstapler

Ketten und Zubehör für die Antriebstechnik